Lesenswerte Artikel – Teil 3

Im Folgenden finden Sie eine Zusammenstellung von 20 Links zu Artikeln aus dem vergangenen Halbjahr, die m. E. besonders interessant sind und von vielen Besuchern dieser Seite gelesen wurden. Vielleicht ist ja der ein oder andere Beitrag dabei, den Sie noch nicht kennen?

Klicken Sie ggf. einfach die blaue Überschrift an. Dahinter habe ich stets vermerkt, auf welche Webseite bzw. zu welchem Anbieter Sie dann weitergeleitet werden. Auch eine Kurzbeschreibung oder ein Zitat aus dem Artikel habe ich eingefügt, damit Sie wissen, worum es geht.

Sämtliche Links wurden am 27.10.2018 von mir überprüft. Für Änderungen auf den jeweiligen Webseiten übernehme ich keine Verantwortung.

14 häufige, aber sinnlose Gründe, sich ins Burnout-Syndrom zu schuften → arbeits-abc.de

“Die Betroffenen geraten in eine Abwärtsspirale, aus welcher sie sich alleine nicht mehr befreien können – meist, weil die Kraft dafür bereits fehlt. In der Regel begeben sich diese nämlich viel zu spät in Behandlung und denken lange Zeit, sie könnten die Arbeitslast noch stemmen oder sich selbst „heilen“. Dieser Enthusiasmus ist eine typische Phase des Burnout-Syndroms.”

Ein Burnout beginnt anders, als die meisten denken → editionf.com

“Burnout umfasst eine tiefe Identitätskrise, die oftmals ihren Ursprung in zu hohen Erwartungen an eine Situation hatte. Die letztendliche Totalerschöpfung ist das sozial akzeptierte Zeichen nach außen, dass etwas nicht stimmt. Burnout ist allerdings mehr als Erschöpfung, die auch entstehen kann wenn man wegen Termindruck drei Wochen durcharbeitet oder fünf Freunden am Stück beim Umzug hilft. Burnout entsteht früher und geht tiefer.”

NS-Geschichte: Warum Hitler bis heute die Erziehung von Kindern beeinflusst → zeit.de

In dem Ratgeber „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind“ erklärte die Ärztin Johanna Haarer zur Zeit des Nationalsozialismus, wie man Kinder für den Führer erzieht: „Um sie zu guten Soldaten und Mitläufern zu machen, forderte das NS-Regime Mütter dazu auf, die Bedürfnisse ihrer Babys gezielt zu ignorieren. Sie sollten emotions- und bindungsarm werden. Wenn eine ganze Generation systematisch dazu erzogen worden ist, keine Bindungen zu anderen aufzubauen, wie kann sie es dann ihren Kindern oder Enkelkindern beibringen?“

Was ich durchgemacht habe, als ich zwei Jahre zum Psychologen gegangen bin → vice.com

“Durch die Therapie habe ich erkannt, dass ich die vielen Traumata, die ich in meiner Kindheit erfahren hatte, weggesperrt habe, um zu überleben. Anders ging es nicht. Als Kind wollte ich so meiner Hilflosigkeit entkommen. Doch wie mir ebenfalls durch die Therapie bewusst wurde, machten mir diese Schutzmechanismen mein Leben als Erwachsener oft sehr schwer. Sie erfüllten nicht mehr ihren Zweck.”

Viele Menschen spüren sich kaum → sueddeutsche.de

„Was muss ein Baby leisten, um geliebt zu werden? Nichts. Die pure Existenz macht es liebenswert. Die Eltern tun alles für das Wohl ihres Kindes. […] Sich selbst zu lieben heißt […], sich selbst mit seinen Fehlern, Schwächen und der eigenen Lebensgeschichte anzunehmen. Wir sind es wert, geliebt zu werden, einfach, weil wir existieren.“

Das Ende der Schizophrenie → swr.de

“Ludger Tebartz van Elst geht ungewöhnliche Wege: „Auf den Punkt gebracht plädiere ich dafür, den Schizophrenie-Begriff und auch das Schizophrenie-Konzept abzuschaffen.“ Der Psychiater ist überzeugt, dass auch Entzündungen und Autoimmunreaktionen für die Symptome der Schizophrenie verantwortlich sind. Immer mehr psychiatrische Wissenschaftler sehen das genauso. Ihre Kritik: Patienten mit der Diagnose Schizophrenie können völlig unterschiedliche Krankheitsbilder aufweisen.”

Das Problem der gelösten Probleme → sueddeutsche.de

“Überall Rassisten, Sexisten, überall Flüchtlinge, Gutmenschen, überall Umweltzerstörung, Verschmutzung, überall Armut, Siechtum, Überlastung, Stress, Burnout. Doch die apokalyptische Bestandsaufnahme trügt. In sehr vielen Bereichen haben wir so große Fortschritte erzielt, dass sich Sorgen, Ärger und Wut nun an Problemchen entfachen, die zuvor quasi unterhalb der Wahrnehmungsschwelle lagen. Dummerweise verändert sich das Entrüstungs- und Empörungsniveau nicht, der Schaum vor dem Mund bleibt der gleiche.”

Traumatisierten Menschen ist nur schwer zu helfen – warum ist das so? → medizin-im-text.de

“Wofür wir keine Worte finden, das „re-inszenieren“ wir. Wir „spielen“ es unbewusst den anderen vor, damit die anderen begreifen und wir und die anderen Worte für das finden, was wir erlebten.”

Nach schwerem Verlust: Warum ein Trauerjahr nicht ausreicht → ze.tt

“[Roland Kachler] hat selbst einen schwerwiegenden Verlust erlebt und anschließend seine Trauerbegleitung reformiert. Er hat das Buch „Was bei Trauer gut tut“ geschrieben. Er geht so weit, dass er das zeitliche Phasenmodell von Trauer durch ein Aufgabenmodell ersetzt hat. Er schlägt fünf Aufgaben vor, die ein trauender Mensch nach und nach „bearbeiten“ sollte.”

Wenn Traumata im Alter wiederkommen → wdr.de

“Jedes Leben hat Höhen und Tiefen. Traumata können im Alter wieder an die “Oberfläche” gelangen. Für Betroffene und die, die sie betreuen, ist das oft schwer auszuhalten.”

Schafft die Powerpoint ab → sueddeutsche.de

„Wer etwas zu sagen hat, braucht keine Powerpoint […]. Tatsächlich gilt sogar: Wer gehört werden will, darf keine Powerpoint zeigen. Wenn Menschen eine Folie anschauen, können sie später möglicherweise die gebeamten Sätze erinnern, aber nicht, was dazu gesagt wurde, auch das haben die Tests ergeben. Das lässt Vortragenden genau zwei Möglichkeiten: Entweder schreiben sie alles auf – dann machen sie sich überflüssig. Oder sie handhaben es umgekehrt.“

Eine Psychotherapeutin verrät fünf Tipps für ein psychisch gesünderes Leben → stern.de

“Stress, anstrengende Arbeit oder Auseinandersetzungen können nicht per se vermieden werden. Versuchen Sie stattdessen eine Wahrnehmung zu entwickeln, wovon der Körper und die Seele gerade beeinflusst werden und was Sie selbst tun können, um sich zu entlasten.”

scobel: Woran man psychische Gewalt erkennen kann → 3sat.de

“Obwohl sie unsichtbar scheint und im Verborgenen wirkt, kann sie mehr verletzen als körperliche Gewalt. Gerade das macht sie so gefährlich.”

Innere Leere – wie sie entsteht, wie sie sich anfühlt und was Sie dagegen tun können → diepsyche.de

“Innere Leere ist immer ein Zustand des Mangels. Viele Psychologen vertreten die Auffassung, dass die Ursachen für dieses Empfinden in erster Linie in der Kindheit zu suchen sind. Denn viele Betroffene hatten als Kind nicht genügend Zuwendung und Aufmerksamkeit, woraus das Gefühl entstand, nicht gut genug zu sein.”

Schweigen können: Einfach mal die Klappe halten → karrierebibel.de

„Wer schweigt, stimmt nicht immer zu, sondern hat vielleicht nur keine Lust, mit Idioten zu diskutieren.“

Prof. Dr. Gerald Hüther: „Demenzforschung auf dem Irrweg“ → youtube.com

“Der renommierte Neurobiologe und Hirnforscher Gerald Hüther fordert nun ein radikales Umdenken in Forschung und Gesellschaft. Seine These: Demenz wird nicht durch Abbauprozesse und Ablagerungen im Gehirn verursacht. Das Problem ist, dass wir die normalerweise bis ins hohe Alter vorhandene Möglichkeit des Gehirns, Ausfälle zu kompensieren und sich zu regenerieren, unterdrücken. Stress, abgeschoben werden im Alter, entmündigende Verhaltensweisen gegenüber älteren Menschen, Beraubung von Funktionen, Aufgaben und Sinn: das sind Aspekte, an die es anzusetzen gilt. Georg Jungkamp-Streese (Demenzbetroffener), Jutta Streese (Angehörige) und Peter Wißmann (KuKuK-TV) besuchten den Wissenschaftler in Göttingen und sprachen mit ihm über seine ermutigende Botschaft und darüber, was zu tun ist.”

Umgang mit den Eltern – Traumaheilung → traumaheilung.de

“Gerade wenn man eine schwierige, traumatische oder lieblose Kindheit hatte, sind diese Fragen oft sehr schwer zu beantworten (oder auch manchmal ganz einfach). Für den Umgang mit den eigenen Eltern gibt es natürlich keine Richtlinien und keine Wahrheiten. Es gibt nur Versuche und Lösungen, die jeder Mensch ganz individuell für sich finden muss.”

„Die Bedeutung von Emotionen in sozialen Konflikten“ von Prof. Dr. Leo Montada → psyche-und-arbeit.de

„Sich um Verstehen der Tat und der Täter zu bemühen bedeutet weder eine Entschuldigung der Täter, noch eine Legitimierung von Aggression. […] Ziel ist eine nachhaltige Verbesserung der Beziehung und die Befähigung zu einer konstruktiven Beilegung von Konflikten.“

„Motivation und ihre Bedeutung für gelingende Lernprozesse“ von Nicole Bruggmann → psyche-und-arbeit.de

„Motivation“ ist ein großer Begriff, den wir alle irgendwie zu verstehen glauben und den wir häufig im Alltag verwenden. Schon seit einiger Zeit hat er auch Eingang in Bildungskonzepte gefunden, was an sich begrüssenswert ist. Es bleibt aber oft geheimnisvoll, was damit eigentlich genau gemeint ist, wie Motivation entsteht und ob man sie von außen überhaupt beeinflussen kann. Es scheint sich um eine magische Kraft zu handeln, die schwer zu kontrollieren ist – besonders dann, wenn sie uns abhanden gekommen ist. Gerne werde ich das Wesen der Motivation hier etwas genauer unter die Lupe nehmen, den Begriff klären und aufzeigen, was wir darüber wissen, wie diese Kraft zur Unterstützung von gelingenden Lernprozessen genutzt werden kann.

„Passamtsarbeit bei einschränkenden Identitätsüberzeugungen“ von Dr. Bernd Schmid → psyche-und-arbeit.de

Viele menschliche Probleme sind in einschränkenden Identitätsüberzeugungen begründet. Sie zu identifizieren und mit antithetischen Identitätszuschreibungen zu entkräften, wird hier als Mittel der Wahl beschrieben. Die Methode der Passamtsarbeit stellt ein dafür hochpotentes Instrument dar.

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