Wie wird man Verschwörungstheoretiker/-in?

Kurzanleitung in 10 Schritten:

1. Seien Sie kritisch und hinterfragen Sie das, was Ihnen in den Medien als „Wahrheit“ dargestellt wird.

2. Wenn Sie etwas gefunden haben, das Ihnen seltsam erscheint oder das Ihnen Unbehagen bereitet, informieren Sie sich über die Hintergründe und suchen Sie nach (alternativen) Erklärungsmodellen.

3. Schauen Sie sich in den sozialen Netzwerken nach Foren um, in denen in erster Linie jene Erklärungsmodelle diskutiert werden, die Sie für richtig halten.

4. Schließen Sie sich mit Menschen zusammen, die den Mut haben, für diese Erklärungsmodelle einzutreten, und trennen Sie sich von jenen, die nicht daran glauben.

5. Überprüfen Sie, wie Ihre bisherigen Kontakte bzw. Freunde in den sozialen Netzwerken darüber denken, indem Sie selbst entsprechende Artikel posten oder Ihre kritischen Gedanken ausformulieren.

6. Korrespondieren Sie ausschließlich mit jenen Personen, die Ihrer Meinung sind, und entfreunden Sie sich von denen, die es nicht sind, insbesondere dann, wenn es Ihnen nicht gelingt, sie von Ihren Ansichten zu überzeugen.

7. Klicken Sie ausschließlich jene Beiträge an, die Sie in Ihrer Haltung bestätigen, und kommentieren Sie diese, um mit noch mehr Menschen in Kontakt zu kommen, die ähnlich denken wie Sie.

8. Wenn Sie das eine Zeit lang konsequent getan haben, sorgen die Algorithmen (z. B. von Facebook oder Google) dafür, dass Sie sich bei der Suche nach neuen Informationen nicht mehr so häufig mit Ansichten befassen müssen, die Ihnen zuwider sind.

9. Diskutieren Sie über diese Themen nun auch mit jenen Menschen, die Sie persönlich kennen, um Gleichgesinnte zu finden. Von jenen, die nicht Ihrer Meinung sind, sollten Sie sich distanzieren oder dafür sorgen, dass diese „Naivlinge“ sich von Ihnen abwenden.

10. Sobald Sie genügend Menschen in Ihrem Umfeld haben, die Sie in Ihren Ansichten bestätigen, sollten Sie sich zunehmend mit radikaleren Positionen befassen.

Diese Methode ist evidenzbasiert.
Ironie off.