Mein Ausflug zu den “Corona-Leugnern”

Demonstration in Berlin: Für mich waren die vergangenen Tage ganz außergewöhnlich, da sich Dinge ereigneten, die ich so noch nie erlebt habe. Da mich das sehr beschäftigt, habe ich hier eine Zusammenfassung der Geschehnisse erstellt. Warum habe ich an einer Demonstration der Organisation “Querdenken 711” teilgenommen?

Es begann damit, dass ich durch einen Kollegen auf ein Video von Prof. Dr. Franz Ruppert aufmerksam wurde, in dem er u. a. über die Auswirkungen der Schutzmaßnahmen auf unsere psychische und physische Gesundheit sprach. Dabei gefielen mir jene Aussagen, die er aus der Sicht eines Psychotraumatologen machte. So entschloss ich mich, ihn einfach mal anzuschreiben, um ihn um ein Gespräch zu bitten. Darauf reagierte er sehr positiv und wir telefonierten, wobei die Idee entstand, ein Interview durchzuführen bzw. einen Artikel zu gestalten, in dem das im Mittelpunkt stehen sollte, was mein Interesse schon in dem besagten Video geweckt hatte.

Da ich insbesondere in dieser Zeit mehrfach gefragt wurde, wie ich denn persönlich zu den Ereignissen stehe, die im Zusammenhang mit der Pandemie eine Rolle spielen, veröffentlichte ich den Artikel „Augen zu und durch?“, in dem ich meine Ansichten und Fragen einmal ausformulierte UND meine eigene Verunsicherung zum Ausdruck bringen wollte. Daraufhin hörte ich mehrfach, dass es sinnvoller sei, mit offenen Augen durch die aktuelle Situation zu gehen, was natürlich richtig ist.

https://psyche-und-arbeit.de/?page_id=14675

Dieser Beitrag wurde recht kritisch diskutiert, was mich nicht überraschte. Entsetzt hat mich allerdings die Tatsache, dass ich, nachdem ich diesen Artikel auch in einer Gruppe veröffentlichte, die sich mit COVID-19 befasst, von der Moderatorin angeschrieben wurde. Sie teilte mir mit, dass meine Aussagen für einen Psychologen nicht angemessen seien, ich aus der Gruppe ausgeschlossen werde und die Diskussion über meinen Beitrag ohne mich fortgesetzt wird. Nun stand ich also mit einem Maulkorb am Pranger. Dass ich damit nicht unbedingt einverstanden war, ist wohl nachvollziehbar.

Da ich nun aber keinen Zugriff mehr auf meinen dort veröffentlichten Artikel hatte und ich eine Fortsetzung der Kommunikation mit der besagten Moderatorin nicht für zielführend hielt, entschied ich mich, ihre „persönliche Nachricht“ öffentlich zu machen, woraufhin mir neben einigen ermutigenden Kommentaren auch sehr viel Kritik entgegengebracht wurde. Kritik, für die ich durchaus Verständnis aufbringen konnte, da mir natürlich bewusst war, wie angstbesetzt das Thema ist, um das es ging.

https://www.facebook.com/rainer.muller.370515/posts/1456777171199899

Zurück zu Prof. Dr. Ruppert: In dem bereits erwähnten Telefonat machte er mich auf ein pdf-Dokument aufmerksam, das auf seiner Webseite hinterlegt ist. Das habe ich mir angeschaut und dabei bemerkt, wie weit unsere Ansichten tatsächlich auseinandergehen. Dennoch gab es auch hier einige Passagen, die mir durchaus gefielen. Diese habe ich herauskopiert, mir passende Fragen dazu überlegt und daraus einen Entwurf für einen Artikel angefertigt. Diesen habe ich ihm dann geschickt und darum gebeten, sich den Text anzuschauen und ggf. so zu modifizieren, dass er mit einer Veröffentlichung einverstanden ist. Seine Änderungen waren allerdings nicht unerheblich. Nun stand ich vor einer Entscheidung: Soll ich das „Interview“ veröffentlichen, oder sollte ich es besser nicht tun?

Dafür sprach, dass die wesentlichen Aussagen, denen ich durchaus zustimmen kann, noch immer in dem Text enthalten waren. Seine fachliche Expertise wird ja nicht dadurch geschmälert, dass er einem Narrativ folgt, das mir Unbehagen bereitet. Dagegen sprach, dass mir ein Kollege, dem ich das überarbeitete Interview zeigte, sagte, ich werde instrumentalisiert und mache folglich Werbung für etwas, hinter dem ich nicht stehe.

Da ich es mir aber nicht erlaube, einem Menschen das Recht auf eine eigene Wirklichkeitskonstruktion abzusprechen, und es für einen schlechten Stil halte, die Kommunikation mit ihm aus diesem Grund zu beenden, hielt ich es für richtig, den Beitrag zu veröffentlichen. Mir war allerdings bewusst, dass ich mit emotionalen Reaktionen rechnen musste und vielleicht sogar meine berufliche Zukunft aufs Spiel setze.

Deshalb habe ich den Entwurf um zwei Passagen ergänzt, womit ich deutlich machen wollte, dass ich eine eigene Meinung habe, die nicht mit der von Prof. Ruppert übereinstimmt. Einleitend habe ich Folgendes geschrieben: „Dass es hier um ein Thema geht, das polarisiert und äußerst brisant ist, ist mir bewusst. Einige seiner Aussagen sehe ich sehr kritisch. Dennoch denke ich, dass es richtig ist, diesen Diskurs zu führen.“ Und am Ende des Interviews diese Passage eingefügt: „Eigentlich war es nicht meine Absicht, in diesem Interview die (vermeintlichen) politischen Hintergründe zu beleuchten. Mir ging es in erster Linie um die Auswirkungen der Pandemie sowie der entsprechenden Schutzmaßnahmen auf die Menschen, die ihnen ausgesetzt sind oder waren. Wie dem aber auch sei, man sollte m. E. auch dann miteinander sprechen, wenn man hier und da nicht einer Meinung ist. Das habe ich jedenfalls getan.“

https://psyche-und-arbeit.de/?p=14695

Schon wenige Minuten nachdem ich das Interview öffentlich gemacht hatte, hagelte es Kritik, die nicht nur Prof. Ruppert, sondern auch mir persönlich galt. Da mich das natürlich beschäftigt hat, habe ich am darauffolgenden Tag eine Stellungnahme geschrieben, in der ich erläuterte, wie dieses „Interview“ zustande kam und warum ich es veröffentlicht habe.

https://psyche-und-arbeit.de/?page_id=14716

Auf diese Stellungnahme habe ich fast ausnahmslos positive Reaktionen erhalten. Es scheint also doch so zu sein, dass sich viele Menschen einen Dialog wünschen, auch mit jenen, deren Meinung sie nicht teilen. Immerhin geht es um ein Thema, das uns alle betrifft.

Woran ich glaube, kann ich bis heute nicht sagen. Wie gefährlich das das neuartige Corona-Virus tatsächlich ist, wage ich nicht zu beurteilen, obwohl ich mich seit Beginn der Pandemie jeden Tag durch verschiedenste Artikel und Vorträge arbeitete, die in diesem Zusammenhang publiziert wurden. Die zentrale Frage, die ich mir immer wieder stellte, war: „Sind die Schutzmaßnahmen angemessen, oder sind sie es nicht?“ Darüber müsste m. E. kontrovers diskutiert werden, was aber insbesondere in den sozialen Netzwerken, wie ich ja nun aus eigener Erfahrung wusste, nicht immer einfach zu realisieren ist.

Durch meinen Kontakt zu Prof. Ruppert wurden mir inzwischen zahlreiche Informationen zugänglich, die meine bisherige Wirklichkeitskonstruktion hinsichtlich der Pandemie infrage stellten. Interessant fand ich vor allem die zahlreichen Vorträge von Prof. Dr. Sucharit Bhakdi, die ich mir nach anfänglichem inneren Widerstand nun doch ansah. Zählte er nicht einst zu den berühmtesten und angesehensten Infektionsepidemiologen? Warum wird er jetzt nicht mehr angehört bzw. in die Ecke der „Aluhutträger“ gestellt? Kann man ihm vertrauen oder sollte man besser dem „offiziellen“ Narrativ folgen?

Dann hörte ich davon, dass die am 29.08.2020 in Berlin geplante Demonstration gegen die Schutzmaßnahmen verboten wurde. Da ich wusste, dass einige Menschen aus meinem privaten Umfeld dorthin wollten, habe ich mich entschieden, mir das, was in Berlin geschieht, selbst einmal anzuschauen, um zu überprüfen, inwieweit das, was in der Presse in den kommenden Tagen darüber berichtet wird, mit meinen eigenen Beobachtungen übereinstimmen würde. Erleichtert war ich über die Entscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts, das die Demonstration nun doch genehmigte, da ich mich somit – auch als Beobachter – im Bereich des Legalen bewegen würde, also keine Strafe befürchten müsste, wenn ich nach Berlin reise, um mir ein eigenes Bild über die dortigen Geschehnisse zu machen.

Bilder, die in den Medien gezeigt werden, können gezielt ausgewählt werden, um uns eine Wirklichkeit vorzutäuschen, die die Realität nur insofern spiegelt, wie sie den Interessen derjenigen entspricht, die sie veröffentlichen. Das ist zwar im gewissen Maße vermutlich die Regel, aber manchmal – insbesondere dann, wenn es um wichtige gesellschaftliche Themen geht – sollte man sich m. E. die Zeit nehmen und sich einen eigenen Eindruck machen. Das wollte ich nun tun. Es interessiert mich zum Beispiel, was für Menschen das sind, die gegen die Schutzmaßnahmen demonstrieren? Sind es tatsächlich Rechtsradikale, „esoterische Spinner“, „Aluhutträger“ oder – wie Frau Saskia Esken sie bezeichnet hat – „Covidioten“?

Von einem guten Freund erfuhr ich, dass er zu jener Demonstration nach Berlin fahren wollte, die von der Organisation „Querdenken 711“ angemeldet wurde. Diese Chance ergriff ich und reiste am 29.08.2020 mit ihm nach Berlin.

Zunächst versuchten wir, uns dem Demonstrationsumzug anzuschließen, der in der Nähe des Bahnhofs Friedrichstraße starten sollte, anzuschließen. Leider war dieser, als wir so gegen 12:00 Uhr dort ankamen, bereits von der Polizeit abgesperrt. Deshalb entschieden wir nach einigen erfolglosen Versuchen, direkt in Richtung Siegessäule zu gehen, wo die Kundgebungen stattfinden sollten. Wesentlich später an diesem Tag sprach ich übrigens mit einigen Teilnehmern/-innen dieses Umzugs, der im Grunde genommen überhaupt nicht stattfand. Sie berichteten mir davon, von der Polizei eingekesselt und zusammengedrängt worden zu sein, was mir durchaus plausibel erschien, da ich ja gesehen hatte, wie es dort zuging.

Als wir am Brandenburger Tor waren, sahen wir viele Menschen, die vermutlich einen rechtsextremen Hintergrund hatten. Zu einer dieser Demonstrationen, die dort stattfanden, wurde übrigens – wie ich aus der Presse erfuhr – von dem Verein Staatenlos aufgerufen. Auf dem Weg zur Siegessäule verringerte sich der Anteil jener Personen unter dem Demonstranten allerdings stetig. Bei der Vielzahl der Menschen, die mit uns gemeinsam auf dem Weg waren, fielen sie letztendlich kaum noch auf.

Bei der Siegessäule angekommen, stellte ich zur meiner Überraschung fest, dass die Veranstalter – soweit sie das konnten – darauf achteten, dass die Abstandsregeln von den Anwesenden eingehalten wurden, was mir allerdings auch schon auf dem Weg dorthin positiv aufgefallen war.

Die Veranstaltung war politisch motiviert. In den Reden ging es vor allem um die Schutzmaßnahmen sowie um die geplanten Impfungen gegen COVID-19. Das hatte ich erwartet. Irritiert hat mich allerdings die Beobachtung, dass die Teilnehmenden Menschen wie Du und ich waren, also keineswegs den Eindruck erweckten, es handele sich um „esoterische Spinner“ oder was auch immer man so in den sogenannten Leitmedien über sie liest und hört.

Um ca. 16:30 Uhr habe ich dann mal im Internet geschaut, was über die Demonstration bereits zu finden war und musste feststellen, dass die Berichterstattung kein gutes Licht auf die Demonstranten warf, zu denen ich ja nun auch irgendwie gehörte. Es war von Auseinandersetzungen und Gewalt die Rede. Die Demonstration am Schiffbauerdamm wurde inzwischen aufgelöst und vor der russischen Botschaft eskalierte die Situation, wobei es zur Festnahme des Kochbuchautors Attila Hildmann kam, der wohl dort gemeinsam mit den Reichsbürgern demonstrierte. Später erfuhr ich zudem, dass es  einen „Sturm auf dem Reichstag“ gegeben habe. An der Siegessäule war davon nichts zu spüren. Die Demonstranten machten auf mich einen durchaus vernünftigen – vor allen Dingen aber einen friedlichen – Eindruck. Das Szenario weckte Erinnerungen an jene Bilder, die ich von Woodstock oder anderen Festivals kannte, abgesehen von dem Umstand, dass nicht getanzt und auf Abstand geachtet wurde. Dass die Teilnehmenden fast alle keine Masken trugen, irritierte mich nicht, da der Berliner Senat das nicht zur Auflage gemacht hatte. Um meine persönlichen Eindrücke mitzuteilen, entschied ich mich spontan, einen kurzen Live-Stream bei Facebook zu veröffentlichen.

Live-Stream: https://www.facebook.com/rainer.muller.370515/videos/1463898397154443

Zwar hatte ich damit gerechnet, dafür kritisiert zu werden, an einer solchen Veranstaltung teilzunehmen, allerdings war ich überrascht über die Heftigkeit der Reaktionen. So wurde mir bspw. mitgeteilt, ich sei “bescheuert” und würde mit Neonazis marschieren. Auch (mindestens) eine Freundschaft wurde mir offiziell gekündigt. Bis spät in die Nacht war ich bemüht, sachlich auf die Kommentare zu antworten, bis mich irgendwann meine Konzentration verließ und ich beschloss, am darauffolgenden Tag (also heute) diesen Artikel zu schreiben. Die Demonstration habe ich übrigens gegen 19:00 Uhr verlassen.

Mit den politischen Zielen der Organisation „Querdenken 711“ identifiziere ich mich nicht. Dennoch denke ich, dass sie Argumente haben, die man sich durchaus anhören sollte, wenn man sich ein Urteil über sie bilden möchte. Eine sachliche Auseinandersetzung mit ihren Positionen vermisse ich allerdings. Jetzt habe ich wieder einmal am eigenen Leib zu spüren bekommen, wie mit Menschen umgegangen wird, die sich in die Nähe dieser Bewegung begeben. Das gefällt mir nicht. Die Berichterstattung über die Demonstrationen in Berlin halte ich zudem für einseitig, was vermutlich der Sensationslust der Presse geschuldet ist, die vor allem über die Krawalle informierte.

„Der Blick auf den Tag ist eine Frage der Perspektive und des Gefühls.“

Dieses Zitat stammt aus der Dokumentation „Kampf um die Straße: Hygienedemos in Berlin“ von Spiegel TV. Dass in diesem Satz wohl sehr viel Wahrheit steckt, kann ich dank der Diskussionen, die ich in den vergangenen Tagen in den sozialen Netzwerken geführt und beobachtet habe, bestätigen. Meine eigene Sicht auf die Geschehnisse verändert sich momentan nahezu täglich. Es erscheint mir so, als säße ich vor einem Puzzle, bestehend aus unzählig vielen Einzelteilen, die sich – egal, was ich auch tue – nicht zu einem Ganzen zusammenfügen wollen.

Für mich war dieser Ausflug nach Berlin jedenfalls eine äußerst lehrreiche Erfahrung. Jetzt habe ich einen ganz persönlichen Eindruck davon, wie es sich anfühlt, in die Ecke der „Covidioten“ gestellt zu werden, und eine klarere Vorstellung davon, wie einseitig in den Medien über derartige Events berichtet wird. Allmählich mache ich mir ernsthafte Sorgen um die Diskussionskultur in unserer Demokratie. Deshalb frage ich mich, in welcher Gesellschaft wir künftig leben wollen bzw. wie wir mit Menschen, die nicht unserer Meinung sind, umgehen möchten?

Die Geschehnisse und die Diskussionen der letzten Tage haben mich berührt, gerührt und betroffen gemacht. Und sie haben neue Fragen aufgeworfen. Da ich kein Virologe, kein Epidemiologe und auch kein Mediziner bin, kann ich nicht sagen, wie gefährlich COVID-19 tatsächlich ist. Vielleicht könnte ich es selbst dann nicht, wenn ich es wäre. Deshalb halte ich mich seit Beginn der Pandemie an die Hygieneregeln, die mir ohnehin nicht alle gänzlich neu waren. Abstandsregel und „Maskenpflicht“ sind m. E. zwar gewöhnungsbedürftig, aber sie sind kein Drama. Damit zu leben, halte ich also durchaus für machbar und akzeptabel.

Inzwischen habe ich mir sehr viel Material angeschaut, das mir dabei geholfen hat, die Argumente jener Menschen besser zu verstehen, die die Schutzmaßnahmen für überzogen bzw. übertrieben halten oder alternative Erklärungen dafür zu haben scheinen, was gerade geschieht. Inwieweit das alles stimmt, was ich in diesen Zusammenhängen gelesen habe, weiß ich allerdings nicht. Einiges davon ist gewiss bloße Spekulation oder sogar Unsinn. Bei dem ein oder anderen Argument frage ich mich hingegen, ob da nicht vielleicht doch etwas dran sein könnte? Da es aber nicht so leicht herauszufinden ist, bleibe ich einfach weiter vorsichtig und meckere auch nicht über die Schutzmaßnahmen, es sei denn, ich halte sie für komplett unsinnig.

Was macht die Pandemie mit uns und mit unserer Gesellschaft?

Am Sonntag (06.09.2020) wurde ich in der Reihe “Perspektivwechsel” von Mark Bottke zu den Geschehnissen sowie zu meinen persönlichen Erlebnissen der vergangenen Tage (siehe oben) befragt: Was treibt „Verschwörungstheoretiker/-innen“ an? Was hat dazu bewogen zu einer “Corona-Demo” zu gehen? Wie gehst Du mit den aktuellen Anfeindungen um?

Corona hat natürlich auch etwas mit mir gemacht. Zum Beispiel habe ich mir noch nie so oft die Hände gewaschen, wie ich das seit Mitte März tue. Dennoch hat es mich schon in den ersten Tagen nach dem sogenannten “Lockdown” irritiert, wie einige Menschen sich plötzlich verhalten haben. Vermutlich lag es an den Schreckensmeldungen, die unaufhörlich durch die Medien verbreitet wurden. Dass von allen Seiten Angst geschürt wurde, gefiel mir nicht. Deshalb habe ich – diesem inneren Widerstand folgend – zunächst auch “den Kopf in den Sand gesteckt”. Irgendwann wurde ich dann aber auf das Corona-Strategiepapier des Bundesinnenministeriums (03/2020) aufmerksam, aus dem Folgendes hervorgeht: “Um die gewünschte Schockwirkung zu erzielen, müssen die konkreten Auswirkungen einer Durchseuchung auf die menschliche Gesellschaft verdeutlicht werden:

Hätten diejenigen, die für dieses Strategiepapier verantwortlich waren, mich damals nach meiner persönlichen und fachlichen Meinung gefragt, dann wäre es vielleicht nicht in dieser Fassung herausgegeben worden. Eine derartig erzielte Schockwirkung ist zwar wirkungsvoll, aber sie hat wohl leider auch Nebenwirkungen. Folglich habe ich mich gefragt, ob die Schutzmaßnahmen nicht auch ohne eine solche Strategie durchsetzbar gewesen wären?

Betreutes Denken im postfaktischen Zeitalter

Es gibt gewiss viele offene Fragen. In den zahlreichen Gesprächen, die ich mittlerweile im Zusammenhang mit der Pandemie geführt habe, wurden allerdings auch solche gestellt, auf die es eigentlich bereits Antworten – zum Beispiel von der Deutsche Presse-Agentur – gibt. Okay, ob bzw. inwieweit man der dpa vertrauen kann oder glauben sollte, sei einmal dahingestellt, denn sie könnte ja selbst Teil oder zumindest Erfüllungsgehilfe jener Verschwörung sein, die hinter COVID-19 steckt. Auf ihrer Webseite stellt sie sich jedenfalls wie folgt vor:

“Die Journalistinnen und Journalisten der Deutschen Presse-Agentur versuchen, die Faktenchecks so transparent wie möglich zu formulieren. dpa legt damit Rechenschaft ab über ihre Recherchen und Arbeitsweisen. Das heißt zum Beispiel, dass alle in den Texten verwendeten öffentlichen Informationen verlinkt werden. Es ist das Ziel [der] Faktenchecks, dass die Leser mit Hilfe der Links den Faktencheck nach Möglichkeit selbst vornehmen können. Idealerweise können die Leser damit die Arbeitsweise der dpa überprüfen und bei Interesse selbständig weiter recherchieren.” (Quelle: www.dpa.com/de/unternehmen/faktencheck/)

Im Internet kursieren scheinbar viele (irrationale?) Überzeugungen rund um das Virus sowie um die Schutzmaßnahmen. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über entsprechende Stellungnahmen bzw. Einschätzungen der dpa:

→ Interpretation der Testergebnisse:

→ Mund-Nasen-Schutz:

→ Übertragungswege:

→ Infektionsrisiko & Immunität:

→ Corona Fehlalarm:

→ Die “geplante” Pandemie:

“Zweifel ist der Weisheit Anfang.” René Descartes

Es ist kein Makel, an der Glaubwürdigkeit der dpa oder anderer Quellen zu zweifeln. Auch ist es natürlich erlaubt, sich nach abweichenden Meinungen oder Erklärungsmodellen umzuschauen. Das habe ich auch getan, und ich werde es vermutlich eines Tages wieder tun. Um dann aber einen möglichst klaren Blick auf die Geschehnisse zu bekommen, ist es meiner Erfahrung nach eine gute Idee, mit möglichst umfassend informierten Menschen darüber zu sprechen und offene oder kritische Fragen sachlich mit ihnen zu diskutieren. Zugegeben, das kann mühsam sein, insbesondere wenn es um Themen geht, mit denen man sich bislang nicht intensiv beschäftigt hat oder über die man unzureichend viel weiß. Dass die Gemüter dabei leicht erhitzen können, habe ich mehrfach selbst erlebt.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht! Damit Ihnen trotz COVID-19 das Lachen nicht vergeht, …

Allerdings warne ich ausdrücklich vor Risiken und Nebenwirkungen! In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund!

Herzliche Grüße, Rainer Müller

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