Buchtipps: Selbsthilfe-Ratgeber

Woran erkenne ich eine psychische Erkrankung? Wie schütze ich mich vor Burnout oder vor dem Lost-Sense-Syndrom? Wie kann ich es schaffen, meine Gefühle zu regulieren, insbesondere meine Wut?

Im Folgenden finden Sie eine Auswahl der fünf besten Selbsthilfe-Ratgeber, die m. E. in den vergangenen Jahren erschienen sind. Die Links (blaue Schriftfarbe) führen Sie direkt zur jeweiligen Seite bei Amazon. Es handelt sich also um Werbung.

Herzliche Grüße, Rainer Müller

„Mit Ärger und Wut umgehen. Der achtsame Weg in ein friedliches Leben mit der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT).“ von Georg H. Eifert, Matthew McKay & John P. Forsyth (2017)

Warum lässt sich Wut nicht kontrollieren, und was sollte man vielleicht stattdessen mal ausprobieren? Die Empfehlung lautet, „den Tiger zu reiten“, sich also in das Gefühl der Wut und dem, was ihr zugrunde liegt, hineinzuspüren. Mit Achtsamkeit, Akzeptanz, einer Portion Selbstmitgefühl und der Kunst des Verzeihens sollte das wohl ganz gut funktionieren. Wenn Sie (oder Ihre Klienten) sich fragen, wie es gelingen kann, einen adäquaten Umgang mit jener Wut hinzubekommen, die hier und da kaum zu vermeiden ist, kann ich Ihnen die Lektüre dieses Buches sehr empfehen! → Hier finden Sie das Buch bei Amazon.

„Gefühle im Griff“ von Sven Barnow (2017)

Gefühle und die Fähigkeit, sie auf intelligente Weise zu regulieren, haben einen großen Einfluss auf unser Wohlbefinden. Dass es einen Zusammenhang gibt zwischen den Gedanken und Überzeugungen von Menschen und dem, was sie fühlen, gilt schon lange als erwiesen. Ebenso wie eine schlechte Stimmung zu negativen Gedanken führt, folgt auf pessimistische und besonders kritische Gedanken oftmals auch ein emotionales Tief. Das Kernstück der kognitiven Verhaltenstherapie ist es deshalb, sich mit jenen Überzeugungen und Annahmen zu befassen, die sich als dysfunktional erweisen, die also die Stimmung bzw. die Lebensqualität eines Menschen beeinträchtigen. Begonnen wird dabei oft mit einer Exploration der negativen Gedanken und der durch sie ausgelösten Gefühle mittels eines Tagebuchs. Die Idee dabei ist es, den eigenen Einfluss auf eine jeweilige Stimmung und den Wirkmechanismus von sogenannten Grübelschleifen bewusster zum machen und zugleich dazu zu motivieren, mit Emotionen und Gedanken achtsamer umzugehen sowie eine weniger belastende Sicht auf die Dinge zu entwickeln. Eine wichtige Rolle hierbei spielen die Akzeptanz sowie das Zulassen bzw. das bewusste Erleben des Unangenehmen. In dem Buch „Gefühle im Griff!“ zeigt der Autor auf, wie einem dies auch ohne therapeutische Unterstützung gelingen kann. → Hier finden Sie das Buch bei Amazon.

„Dr. Burischs Burnout-Kur – für alle Fälle“ von Matthias Burisch (2015)

Das Buch bietet viele praktische Hilfestellungen und einen leicht verständlichen Einblick in jene Modelle, mit denen Betroffenen therapeutisch geholfen werden kann. Vieles davon lässt sich (in leichteren Fällen) aber bereits im Rahmen einer Selbstreflexion anwenden. Die Lektüre lohnt sich m. E. für jede/-n, die oder der sich für das Thema aus privaten oder beruflichen Gründen interessiert. Trotz des lockeren Schreibstils, der im hohen Maße authentisch ist, erreicht es jene fachliche Tiefe, die ich von dem Autor erwartet habe. → Hier finden Sie das Buch bei Amazon.

„Stressbewältigung – Trainingsmanual zur psychologischen Gesundheitsförderung“ von Gert Kaluza (2018)

Wenn Sie an Ihrem individuellen Stressmanagement arbeiten wollen, empfehle ich Ihnen zum Einstieg übrigens das Buch „Stressbewältigung“ von Prof. Dr. Gert Kaluza. Darin finden Sie eine verständliche Einführung sowie zahlreiche praktische Übungen. Es ist meiner Meinung nach eines der besten (Arbeits-)Bücher zu diesem Thema: Was ist Stress? Wie wirkt er sich aus? Welche Strategien sind hilfreich, um ihm zu begegnen? Im zweiten Abschnitt findet man Anleitungen zum Entspannungs-, Mental-, Problemlöse- und Genusstraining  → Hier finden Sie das Buch bei Amazon (Werbung).

„Bin ich psycho … oder geht das von alleine weg?“ von Josef Aldenhoff (2015)

„Mit psychischen Erkrankungen habe ich nichts zu tun!“ Wenn Sie das von sich sagen können, ist bei Ihnen wahrscheinlich alles wunderbar. Sollten Sie aber daran zweifeln, dann empfehle ich Ihnen dieses Buch: In „Bin ich psycho … oder geht das von alleine weg?“ klärt der Psychotherapeut Prof. Dr. Josef Aldenhoff in einer leicht verständlichen Sprache über die grundlegenden Reaktionsformen unserer Seele auf und geht der Frage nach, ob das, was man empfindet, denkt und wahrnimmt normal, noch normal oder bereits pathologisch ist, und wie man damit umgehen kann? Dabei orientiert er sich an jenen Empfindungen und Wahrnehmungen, mit denen die betroffenen Menschen sich konfrontiert und oftmals allein gelassen fühlen. Auf behutsame Weise versucht er den schmalen Grat zu benennen, der zwischen einer psychischen Eigenart und einer ernsthaften Erkrankung liegt, gibt Hinweise darauf, ab wann es sinnvoll ist, welche Art von Hilfe in Anspruch zu nehmen (auch in Form von Medikamenten), und fühlt sich dabei auf beeindruckende Weise in die jeweilige Erlebnis- und Gedankenwelt ein. → Hier finden Sie das Buch bei Amazon.

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