Hurra, wir werden immer älter!

Demographischer Wandel: Was bedeutet es eigentlich für uns, wenn wir länger auf der Erde verweilen? Welchen Sinn könnte es haben, unser Leben zu vergessen? Und wie können wir Glück und Freude aus der Erfahrung des Alterns schöpfen? In den folgenden Vorträgen, die Sie sich bei YouTube anschauen können, wird diesen Fragen aus verschiedenen Perspektiven nachgegangen. Wenn Sie auf die jeweilige Überschrift klicken (blaue Schriftfarbe), gelangen Sie direkt zu dem entsprechenden Vortrag bei YouTube.

Prof. Dr. Gerald Hüther: Altern als Chance

In diesem Vortrag beschreibt der Neurobiologe, welche Unterschiede sich bei einer Betrachtung des Gehirns von jungen und alten Menschen feststellen lassen.

Prof. Dr. Gerald Hüther ist Initiator und Vorstand der Akademie für Potentialentfaltung, die als gemeinnützige Genossenschaft organisiert ist.

Prof. Dr. Gerald Hüther: Raus aus der Demenz-Falle

Demenz ist nicht (nur) die Folge eines degenerierten Gehirns. Eine von David Snowden im Jahr 2001 publizierte Langzeitstudie – die „Nonnenstudie“ – zeigte auf, dass die nach dem Tode vollzogene Untersuchung der Gehirne der Nonnen zum Teil genau jene Anzeichen von Plaque und Nekrosen offenbarte, die Alois Alzheimer als typisch für demente Patienten bezeichnete. Trotzdem aber waren die Nonnen ihr Leben lang in der Lage, intellektuell anspruchsvolle Aufgaben zu lösen. Warum zeigten Sie bloß keine Anzeichen dieser Erkrankung?

Dr. Wilhelm Stuhlmann: Demenz und Bindung

Welche Bedeutung die Beziehungsebene in der Arbeit mit Menschen hat, die dement sind, erörtert der Facharzt für Psychiatrie und Neurologie in diesem Vortrag.

Dr. Wilhelm Stuhlmann ist seit 2002 Vorsitzender des Landesverbandes der Alzheimer-Gesellschaften NRW e.V. 

Prof. Dr. Erich Grond: Mehr Frust als Lust – Sexualität im Alter

Welche Bedeutung hat die körperliche Liebe im höheren Alter? Was verändert sich da eigentlich genau und wie kommt es dazu? In diesem Vortrag werden zahlreiche wissenschaftliche Studien bzw. deren Ergebnisse zu diesem Thema vorgestellt und diskutiert. Let’s talk about Sex.

Dr. Erich Grond war viele Jahre Professor für Sozialmedizin und Psychopathologie an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen in Köln. Er arbeitet als Psychotherapeut und Dozent für Gerontopsychiatrie in Altenpflegeseminaren und ist Honorarprofessor an der Universität Dortmund.

Prof. Dr. Peter Gross: Glücksfall Alter

Alt zu werden und dabei gesund zu bleiben, das wünscht sich doch eigentlich jeder. Was es mit der Dämonisierung von alterstypischen Erkrankungen auf sich hat, ist eines der Themen, um die es in diesem Vortrag geht. Sind alte Menschen gefährlich, weil sie keine Angst mehr vor der Zukunft haben (müssen)?

Dr. Peter Gross war Professor für Soziologie und Sozialstruktur im internationalen Vergleich an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und lehrte als Ordinarius für Soziologie an der Universität St. Gallen.

Dr. Franz Köb: Ziemlich beste Jahre – Wir brauchen ein neues Bild des Alters

Der Prozess des Alterns wird assoziiert mit zunehmender Schwäche, Hilfsbedürftigkeit, Gebrechlichkeit, Vergesslichkeit, Verwirrtheit, Verbitterung, Einsamkeit etc. In diesem Vortrag wird der Frage nachgegangen, ob es sich hierbei nicht lediglich um Vorurteile handelt? Ist es nicht viel eher ein großes Glück für uns, wenn wir alt werden dürfen?

Dr. Franz Josef Köb ist Wissenschaftsjournalist und ehrenamtlicher Vorstandsvorsitzender der Voralberger Kinderdorf gGmbH.

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