Haltung & Begegnung

Denkanstoß: „Wann wir uns so zeigen, wie wir wirklich sind?“

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Ein zentrales soziales Bedürfnis von uns ist es, „gesehen“ zu werden. Sie haben wahrscheinlich schon erlebt, wie wohltuend es ist, wenn sich andere Menschen spürbar darum bemühen, uns zu verstehen, sie also Interesse an dem zeigen, was uns im Innersten bewegt? Dann können wir uns quasi durch die Augen unseres Gegenübers neu entdecken. Vielleicht lässt uns das sogar etwas (bislang) Fremdes kennenlernen und Veränderung wagen?

Haben wir aufgrund vergangener Erfahrungen allerdings Angst davor, abgelehnt oder mit Geringschätzung konfrontiert zu werden, aktivieren wir in der Regel bereits vorsorglich unsere schützenden Abwehrmechanismen. Um jemandem wahrhaftig zu begegnen, ist also Vertrauen erforderlich, das zunächst wachsen muss. Auch wenn es vielleicht bereits in Form eines Vorschusses vorhanden ist, festigt es sich oftmals doch erst ganz allmählich.

Intuitiv überprüfen wir deshalb stets, mit wem wir es eigentlich zu tun haben? Ist diese Person aufrichtig und nimmt sie wirklich Anteil? Sind ihre Rückmeldungen kongruent und hinreichend empathisch? Begegnet sie uns auf Augenhöhe?

Literaturempfehlungen:

  • Wilhelm Schmid (2013). Mit sich selbst befreundet sein. Von der Lebenskunst im Umgang mit sich selbst (6. Auflage). Suhrkamp Taschenbuch Verlag.
  • Irvin D. Yalom (2010). Der Panama Hut: oder Was einen guten Therapeuten ausmacht (8. Auflage). Verlagsgruppe Random House.

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